Seilzug
Montag, 8. September 2008 16:29
Mit dem Seilzug Kraft sparen
Der Seilzug, oder auch Bowdenzug genannt, ist ein flexibler Maschinenbestandteil für die Übertragung einer rein mechanischen Bewegung oder einer Zugkraft. Bei der Nutzung von Flüssigkeit für die Kraftübertragung spricht man von einer Hydraulik. Der Bowdenzug wurde nach seinem Erfinder, dem Briten Frank Bowden, benannt.
Der Seilzug besteht aus zwei Teilen, dem innen liegenden Stahldraht und einer in Zugrichtung festen Hülle. Die Ummantelung wirkt dann als Führung des Seilzuges und als Gegenlager für die auftretenden Kräfte. Daher kann der Bowdenzug auch mehrfach gebogene Pfade gehen. Die Hülle ist als dicht gewickelte, druckfeste Spiralstruktur ausgeführt. Sie ist dabei starker längenverändernder Kraft ausgesetzt, der sie widerstehen muss. Die Ummantelung kann den Zug vor äußeren Einwirkungen schützen. So verhindert er das Eindringen von Partikeln oder Feuchtigkeit und sorgt für eine reibungsfreie Funktion des Seilzuges.
Die Verbindung zwischen Seilzug und dem zu bewegenden Maschinenteil wird meist durch eine Klemmung des Zuges oder durch den Durchzug eines Nippels durch eine Lasche umgesetzt. Biegemomente sollten dabei vermieden werden. Nur wenn ausschließlich Zugkräfte übertragen werden, ist ein frühzeitiger Bruch zu verhindern. Die Nippel werden durch Löten, Anschrauben oder Pressen eines Bleistückes befestigt.
Bowdenzüge werden vor allem für Bremsen, Gangschaltungen, Gas- und Kupplungszüge und für die Feststellbremsen bei Fahrzeugen verwendet. Ferner wird auch die Fernöffnung des Tankdeckels damit realisiert. Der Seilzuge wird auch in der Feinwerktechnik als Auslösemechanismus genutzt.
Thema: Maschinen | Kommentare (0) | Autor: Helga